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Weinprobe:Durchführung einer Weinprobe Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, wie eine Weinprobe aufgebaut werden sollte. ist auch immer Lebenskultur und -freude. Dieses sollte bei einer Weinprobe im privaten Rahmen berücksichtigt werden. Der wichtigste Aspekt bei solch einer Degustation sollte dementsprechend der Spaß am Verkosten verschiedener Weine im Vergleich sein. Man kann einen hochwertigen Wein für sich allein verkosten, aber es ist viel aufschlußreicher, verschiedene Weine miteinander zu vergleichen, um die Unterschiede deutlicher zu "erschmecken". Dabei sollte man darauf achten, daß man eine entsprechende Probenzusammenstellung macht, um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen .. Geschmack ist sehr subjektiv, daher gibt es kein "richtig" und kein "falsch" (es sei denn, der Wein hat einen Korkfehler o. ä.) - und das ist das liebenswerte daran. Was dem einen Teilnehmer sehr gut schmeckt, kann der nächste sogar als "abscheulich" bezeichnen - und doch haben beide recht! Die 7 goldenen Regel zur Vorbereitung Wer? Die wichtigsten Punkte zum Personenkreis sind im Vorspann schon genannt. Die Teilnehmer an einer Weinprobe sollten offen für Neues sein. Jemand, der seinen Geschmack als den ultimativen darstellt und keine andere Meinung neben der eigenen zuläßt, kann den Spaß an einer Weinprobe schnell verderben. Ein kleiner Hinweis noch zur persönlichen Vorbereitung: Düfte wie zum Beispiel Parfüm oder After Shave übertönen schnell bestimmte Nuancen des Weines. Dem Träger des Duftes wird dieses weniger auffallen als seinem Nachbarn. Also: am besten ganz darauf verzichten. Wo? Der Raum sollte gut be- und durchlüftet und ausreichend beleuchtet sein (am allerbesten mit Tageslicht, da künstliche Lichtquellen die Farbe stark beeinflussen). Darüber hinaus sollte der Raum ie Möglichkeit bieten, sich die Farbe des Weines vor einem weißen Hintergrund zu betrachten (z. B. ein weißes Tischtuch oder eine weiße Wand). Auch sollte die Raumtemperatur angenehm sein - wer verkostet schon gerne bei 35° Celsius kräftige Rotweine? Das allgegenwärtige Bild von der romantischen Weinprobe im kerzenbeleuchteten Faßkeller regt zwar sicherlich die Gemütlichkeit und unter Umständen auch die Kauflust an, es verfälscht aber auch die Sinne. Durch die unzureichenden Beleuchtung kann die Farbe des Weines nur schlecht beurteilt werden , außerdem werden durch den Eigengeruch eines Faßkellers die Geruchs- und Geschmackssinne getäuscht. Wer kennt ihn nicht, den Besuch eines Weingutes während des Urlaubs, die Weinprobe vor Ort und dann die große Enttäuschung daheim, wenn die Weine plötzlich doch nicht mehr so gut schmecken. .. Hinzu kommt bei solchen Gelegenheiten auch noch das entspannte Urlaubsgefühl. Dies zeigt, wie stark die Sinne von der Stimmung abhängen. Wann? So brutal es klingt, aber die beste Zeit zur Verkostung von Wein ist etwa zwei Stunden nach dem Aufstehen bzw. nach dem Frühstück. Dann nämlich ist die Konzentrationsfähigkeit am höchsten ind somit sind auch die Sinne am empfindlichsten. Dies sollte Sie aber nicht davon abhalten, die Weinprobe abends zu machen, denn dies ist auch sonst die Zeit, zu der am meisten Wein getrunken wird. Die Probe sollte jedoch nicht direkt nach einem reichhaltigen Essen stattfinden, da die Konzentrationsfähigkeit wieder stark vermindert ist. Mit knurrendem Magen ist eine Verkostung auch nur erschwert möglich, da zum einen der Alkohol sofort ins Blut geht und zu den bekannten "Ausfallerscheinungen" führt. Zum anderen fällt die Konzentration auch in diesem Falle sehr schwer. Woraus? Die Frage der Gläser ist ein Thema, über welches man Aufsätze schreiben könnte. Ein paar Punkte sind aber auf jeden Fall zu beachten: Zum einen sollten alle Probenteilnehmer aus den gleichen Gläsern verkosten, weil die Glasform einen entscheidenden Einfluß darauf hat, wie stark die einzelnen Aromengruppen im Duft und auch im Geschmack erscheinen. Man könnte den selben Wein aus fünf verschiedenen Gläsern verkosten: er würde jedesmal ganz anders schmecken. Andererseits ist die Form an sich ganz entscheidend. Es sollte weder gefärbt noch geschliffen oder in einer anderen Weise dekoriert sein. Ein tulpenförmiges, kristallklares Glas (siehe Abbildung), welches sich nach oben verjüngt, konzentriert die Aromen, so daß sie besser zu erkennen sind. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich, so daß man ein etwas kleineres für Weißwein, ein mittelgroßes für "einfache" Rotweine und kräftige Weißweine sowie ein großes Glas für körperreiche Rotweine verwenden kann. Das Glas sollte etwa mit 5 cl Wein gefüllt werden (etwa zu einem Drittel bis einem Viertel je nach Glasgröße), damit man die Farbe auch wirklich erkennen kann und die Möglichkeit hat, intensiv in das Glas hinein zu riechen. Dazu aber mehr im Abschnitt "Wie verkoste ich?". Die Gläser dürfen auch nicht zu klein sein, damit sich der Duft entfalten kann. In das kleine Glas sollten ca. 0,25 l passen und in die Größeren entsprechend mehr. Dies ist nur ein Anhaltswert, aber wenn man z. B. einen "Knopfkelch" verwendet, in den 0,1 l passen und diesen dann auch nur zur Hälfte füllt, läßt man dem Wein keine Chance, sich zu entfalten Zudem steigt das Risiko, daß man den Wein beim Schwenken gleichmäßig über den Tisch bzw. über den Boden verteilt, ganz beachtlich ... Zu guter Letzt sollte die Gläser nicht nur sauber, sondern auch geruchsfrei sein! Riechen Sie einmal in ein Glas, welches gerade aus der Spülmaschine oder aus einem Karton kommt. Um diesen Eigengeruch des Glases zu eliminieren, schwenkt man es am besten mit dem ersten zu verkostenden Wein kurz aus - man "viniert" das Glas und entfernt so fremde Geruchsstoffe und andere Partikel. Was? Um nicht - wie im Vorspann angeschnitten - Äpfel mit Birnen zu vergleichen, muß man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, was das Ziel der Probe sein soll. Ist es eine Degustation unter befreundeten Weinenthusiasten? Ist es eine Verkaufsprobe, bei der ich bestimmte Weine in den Vordergrund stellen möchte? Ist es eine Einkaufsprobe, bei der ich nach meinem eigenen Gusto einkaufen kann oder kaufe ich ein, um es wiederum an meine Kundschaft zu verkaufen? Oder ist es eine Vertikalprobe, bei der ich den gleichen Wein aus verschiedenen Jahren verkoste, eine Horizontalprobe, bei der ich aus der gleichen Region oder Rebsorte verschiedene Gewächse degustiere, oder, oder, oder ... Ganz grundsätzlich muß man darauf achten, leichte Weine vor schweren, also auch Weiße vor Roten, zu probieren, da die "Geschmacksknospen" auf der Zunge sonst die Feinheiten nicht mehr so gut erfassen können. Deswegen scheint ein filigraner Wein, wenn er nach einer "Granate" getrunken wird, nach fast nichts zu schmecken. Ebenso sind trockene Weine vor den Süßen und Jungweine vor den Alten zu verkosten. Am besten ist es, eine gezielte Probe einer Region, einer Qualitätsstufe, eines Jahrgangs etc. durchzuführen; z. B. nur Rotweine aus der Region Rioja mit der Klassifizierung Reserva vom Jahrgang 1990. Beim Jahrgang könnte man am ehesten Kompromisse machen, wenn es zum Beispiel zwei aufeinanderfolgende mit gut eingestufte Jahrgänge wie 1989 und 1990 sind. So kann man am besten die Weine miteinander vergleichen und beurteilen, welcher nach seinem Geschmack der Beste ist. Wieviel? Die großen Mammutproben, bei denen 100 und mehr Weine zur Verkostung anstehen, verschaffen dem wirklich geübten Degustator nur einen Überblick über die vorgestellten Weine. Wenn Weine wirklich bewertet werden sollen, sollte die obere Grenze bei ca. einem Dutzend liegen, eher darunter. Es soll ja kein Zechgelage werden, sondern eine qualitative Degustation. Lieber einmal mehr eine Weinprobe machen, als nach der Hälfte feststellen zu müssen, daß plötzlich alle Weine gleich schmecken. Was noch ? Die Weine sollten vor der Verkostung Zeit gehabt haben, sich vom Transport zu beruhigen. Besonders wenn man ältere Weine verkostet, ist dies sehr wichtig, auch damit sich das Depot beim Rotwein wieder setzen kann. Die Proben sollten zur Vorbereitung aufgestellt und schonend auf die richtige Temperatur gebracht werden (einen zu warmen Weißwein also nicht in die Tiefkühltruhe legen!). Die richtige Temperatur ist ein wichtiger Punkt. Ein frischer Weißwein verliert schnell seine Frische, wenn er zu warm ist, und ein großer Rotwein präsentiert sich verschlossen und unausgewogen, wenn er zu kalt ist. Die heutige Vorstellung von "Zimmertemperatur" verleitet oft dazu, Rotweine zu warm zu trinken. Als der Begriff entstand, gab es noch keine Zentralheizung und folglich war eine ganz andere Temperatur gemeint. Leichte Weißweine und Schaumweine/Cavas sollten bei 8-10° C, Roséweine und kräftige Weißweine bei 10-13° C, leichte Rotweine bei 14 -16° C und große, kraftvolle Rotweine bei 17-19° C serviert werden. An heißen Tagen sollte man die angegebenen Temperaturen eher unterschreiten, da der Wein im Glas schnell wärmer wird, und an kalten Tagen sowie zum Verkosten sich eher an den oberen Wert halten. Um die Sinne wach und klar zu halten wird auf Proben viel gespuckt. Aber Vorsicht! Auch das Spucken muß geübt sein, sonst hat man schnell anstatt eines weißen Hemdes ein gesprenkeltes. .. Für diesen Zweck sollten Sektkühler bereitgestellt werden, in die man auch die Reste aus dem Glas schütten kann. Sollten keine Sektkühler greifbar sein, eignen sich auch andere Gefäße, solange diese nicht durchsichtig sind, denn das sieht unappetitlich aus!Um sich nicht von Etiketten beeinflussen zu lassen, sollte man "blind" verkosten. Keine Angst, man muß keinen Sack über den Kopf ziehen oder sich die Augen verbinden, aber man kann mit wenig Aufwand die Flaschen verhüllen. Sollten auffällige Flaschenformen dazwischen sein, kann man bei der Vorbereitung solch einen Wein in einen neutrale Flasche umfüllen. Nur so kann man sich vor Urteilen aufgrund des Etiketts bewahren ("Das ist doch der Wein, dem der große "Weinpapst so viel Punkte gegeben hat!").Um die Geschmacksnerven zwischendurch zu "neutralisieren", sollte ein möglichst geschmacksneutrales, stilles Mineralwasser und gegebenenfalls Brot (Baguette) bereitgestellt werden. Käse, Salzgebäck und andere Speisen haben auf einer Weinprobe nichts verloren, es sei denn, man sucht ein Wein zu einem bestimmten Essen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Durch den Eigengeschmack des Käses zum Beispiel schmeckt der Wein plötzlich ganz anders: Wein und Speisen gehen eine Wechselwirkung ein. Wenn Sie gerade etwas Süßes gegessen haben und dann einen säurebetonten, trockenen Weißwein probieren, kommt die Säure noch mehr zum Vorschein.Um die Zunge und den Gaumen am Anfang einer Weinprobe "Weingrün" zu machen, also auf die anstehenden Weine vorzubereiten, sollte ein Begrüßungsglas vorweg verkostet werden, welches außer Konkurrenz ist. Die Geschmacksnerven müssen erst einmal von den Aromen befreit werden, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben. Da es sehr schwer ist, sich genau zu merken, welche Geschmackseindrücke auf welchen Wein zutrafen, sollte man von Anfang an Notizen machen. Bei einer Blindprobe sollten die Weine numeriert sein und der Probenteilnehmer am Ende der Verkostung eine Liste der degustierten Weine mit den entsprechenden Probennummern erhalten, so daß er diese seinen Notizen zuordnen kann. Es gibt viele Methoden, seine Geschmackseindrücke festzuhalten. Der Verkoster kann jedes einzelne Aroma notieren oder nur die besonders auffälligen. Man kann Punkte vergeben, was in der Reinform aber den Nachteil hat, daß man später nicht mehr weiß, wieso einem der Wein so gut oder nicht so gut geschmeckt hat. Am sinnvollsten ist eine Kombination aus beiden Arten, so kann man sich eine persönliche Rangfolge der Weine erarbeiten. Wichtig neben den einzelnen Eindrücken ist die Harmonie. Die Geschmacksnuancen sollten zusammen passen und eine harmonische Einheit bilden. Die Vorbereitungen sind nun getroffen, jetzt geht es an das Verkosten ... Weiterhin bieten auch renommierte Glashersteller wie z. B. mmm Broschüren und Informationsmaterial an, in denen Wissenswertes zur Verkostung von Wein zu finden ist. In unserem Shop halten wir eine Auswahl an Wein-Gläsern für Sie bereit. Weiterführende Informationen und das gesamte Riedel Sortiment können Sie direkt bei begutachten. Hier finden Sie in einer kleinen Datenbank das richtige Glas zum jeweiligen Wein empfiehlt (natürlich aus dem eigenen Hause). Weinshop Weinhandel Weinversand Rotwein Weisswein Sekt
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